Wohin?

„Wohin?“

02.11.19, 19 Uhr

Eine literarisch-musikalische Collage

Mit der „Winterreise“ steht ein Meisterwerk im Mittelpunkt dieses Abends. In einer neu und individuell gestalteten Fassung für Sopran, Saxophon/Bassklarinette und E-Gitarre werden die Stimmungen und musikalischen Ideen Franz Schuberts aufgegriffen und in ganz persönlicher Sprache und mit Freiräumen zur Improvisation auf die Bühne gebracht. Grundlage für Schuberts Kompositionen bildet ein Gedichtzyklus von Wilhelm Müller, der auf den ersten Blick die gescheiterte Liebesgeschichte eines Mannes erzählt. Auf der anderen Seite veranschaulicht er aber auch metaphorisch die innerliche Zerrissenheit der Menschen, die unter den Repressalien der Restauration litten. Zur Musik werden Texte verschiedener Autoren vorgetragen, die die politische Relevanz der Winterreise in den Vordergrund rücken und ihre Aktualität unmittelbar erfahrbar machen.

Katja Fischer – Sopran

Max Loeb García – Elektrische Gitarre

Julian Schunter – Saxophon, Bassklarinette

Kornél Magvas – Sprecher

Idee und Projektleitung: Max Loeb Garcia

Gefördert durch das Amt für Kultur- und Denkmalschutz Dresden

Foto: Helmiina Hyvärinen

Maxi Pongratz

  • 12.09.19, 20 Uhr

Maxi Pongratz, der Akkordeonspieler, Texter, Liedschreiber und ein Kofelgschroa der ersten Stunde, ist ein Pendler zwischen Groß- und Kleinstadt, zwischen München-Obergiesing und
Oberammergau, zwischen dem großen Ganzen und dem oft übersehenen, wunderlichen Kleinen.
Dass er mit Akkordeon oder Klavier in schnellen Schritten, oder plötzlich stockend und schleppend den musikalischen Grund für seine Gedanken legt macht manchmal glücklich, manchmal lässt es uns lachen aber manchmal bleibt uns selbiges auch im Halse stecken.
Mit Kofelgschroa veröffentlichte er drei Alben („Kofelgschroa“, „Zaun“ und „Baaz“), die alle von Micha Acher („The Notwist“) produziert wurden. Im Dokumentarfilm „frei.sein.wollen“
begleitet Barbara Weber die Band Kofelgschroa, eine Coming-of-Age-Story, die viel Beachtung fand. Bei Josef Bierbichler, einem großen Fan der Musiker, waren die Kofels nicht
nur zu sehen, sondern vor allem zu hören in dem grandiosen Film „Zwei Herren im Anzug“.
Seit Anfang 2019 macht Kofelgschroa Pause, und Maxi Pongratz ist mit seinem Akkordeon wieder solo unterwegs.

„…Man kann Tanzen und schmelzen. Die schräg polternde Poesie der Texte passt
wunderbar zur herzzerreißenden Lieblichkeit der Melodien. Das Leben ist so schön,
wenn man das hört.“
Abendzeitung München

„Maxi Pongratz“ weiterlesen

Montags in Dresden

Dienstag 25.06.2019, 19 Uhr
Ein besonderes Filmerlebnis in der Alten Fabrik mit der Regisseurin Sabine Michel und einer anschließenden Gesprächsrunde, moderiert von Susan Weilandt.

Eintritt frei

 

SYNOPSIS

 

Sie heißen René, Sabine, Daniel – drei von Vielen,
die jeden Montag als „Patriotische Europäer gegen die
Islamisierung des Abendlandes“ durch Dresden ziehen.

Sie rufen „Wir sind das Volk!“. Sie fordern „Merkel
muss weg!“.
Die Regisseurin Sabine Michel hat sie über ein Jahr
lang begleitet – auf ihren Demonstrationen und in ihrem
Alltag.

 


MONTAGS IN DRESDEN ist kein Film über PEGIDA, er
fragt nach den privaten Gründen für das patriotische
Aufbegehren, ein Film über reale und absurde Ängste
der Gegenwart

 

 

Eine Koproduktion der solo:film GmbH
mit dem Mitteldeutschen Rundfunk
und Rundfunk Berlin-Brandenburg
Gefördert mit Mitteln der Mitteldeutschen
Medienförderung und der Kulturstiftung des
Freistaates Sachsen

 

© 2017 solo:film GmbH / MDR / RBB

Idee und Realisierung der Veranstaltung:
D.I.S.K.O. Die Initiative Sächsischer Kunstorgane

„Lass dich ganz im Leben sein.“ Lieder und Weisheiten im Konzert mit Kai Schmerschneider

 

Sonntag, den 26.05.2019, 19.30 Uhr

Eintritt: 8,00 Euro

Seit einiger Zeit wird Kai Schmerschneider von Weisheiten aus verschiedenen Kulturen bewegt. Daraus ist ein Programm entstanden, in dem Weisheiten erzählt werden und eigene Lieder erklingen. Kai Schmerschneider spürt damit dem Heiligen in der Alltäglichkeit nach. In dem Konzert finden Sie über Kulturen hinweg Zeit zum Schmunzeln und Staunen, einfach da zu sein.

www.kaischmerschneider.de

 

In die Tiefe der Zeit…

 

10. Juni 2018, 18.00 Uhr

Susanne Stock, Akkordeon

Georg Wettin, Kontrabassklarinette

In diesem Programm setzen sich die beiden Musiker mit dem Phänomen der Zeit, ihrer Entstehung, Wahrnehmung, Dehnung und Auflösung auseinander.

Ausgesprochen spannend zeigt sich dabei für den Hörer, wie unterschiedlich sich die vorgestellten Komponisten dem Thema nähern und ausserdem mit der Herausforderung eines extrem tiefen Instruments wie der Kontrabassklarinette in Kombination mit dem Zungeninstrument Akkordeon umgehen, die beide zusammen den Tonumfang eines Konzertflügels haben. Dabei loten die Kompositionen das klangliche Spektrum der beiden Instrumente auf höchst unterschiedliche Weise aus und forschen nach völlig neuen Möglichkeiten ihrer Verschmelzung. Die Solowerke der beiden ‚Klassiker‘ der zeitgenössischen Musik Gérard Grisey und E.H. Flammer und die von dem Duo Stock/Wettin uraufgeführten, brandaktuellen Werke von Helmut Oehring, Art-Oliver Simon, Michael Quell und Tobias Schick versprechen so zu einem aufregenden Hörabenteuer für das Publikum zu werden.

Programm:

Tobias E. Schick – Flechtwerk

Gérard Grisey – Anubis et Nout

Art-Oliver Simon – Schichtwechsel

Michael Quell – energeia aphanés II

Ernst Helmuth Flammer – ECasPISanKuDraRa

Helmut Oehring – come not near

Moderne Musik

 7. Juni 2018, 19.30 Uhr 

Matthias Lorenz, Violoncello

 

Zurückblickend auf das kompositorische Geschehen der letzten Jahre, könnte man sagen, dass es zwei Stränge in der zeitgenössischen Musik gibt. Auf der einen Seite diejenigen, die traditionell musizieren, das aber mit neuen Mitteln tun. Dem gegenüber diejenigen, die Musik als ein Klangereignis sehen, ein Wahrnehmungsabenteuer und damit quasi als einen Zustand, in den man sich begeben kann um etwas über sich und die Welt zu erfahren, nicht aber, um etwas erzählt zu bekommen. Beginnend mit John Cage wird hier das Projekt „Moderne“, das Aufheben von Tradition durch selbst gesetzte Entscheidungen, in einem viel grundlegenderen Verständnis weitergeführt.

Im Gegensatz zu und inhaltlich bewusst außerhalb der Konzertreihen „Bach.heute“ und „Alte Meister“ präsentiert Matthias Lorenz in „Moderne Musik“ vier Beispiele von Musik, die diesem zweiten strang ganz unterschiedlich und eigenwillig folgen. Wie gewohnt werden auch in diesem Konzert gehören die Stücke und ihre Zusammenstellung vom Interpreten kommentiert.

Programm:
Klaus Lang: music is the key (1999)
Peter Ablinger: WEISS / WEISSLICH 17k (1996/2013)
Alvin Lucier: Glacier (2009)
Gilberto Agostinho: Jamais Vu (2017) Uraufführung

Foto: Rolf Schoellkopf